Nachsuchen

        Zur Aufgabe des Jägers gehört es, angefahrenes Wild zu erlösen.
Hierzu wird man oft in der Nacht von der Polizei informiert, dass auf einer Straße ein Wildunfall passiert ist, im Jahr 2014 ein Rehbock und ein 130 kg Keiler, im Jahr 2015 eine Ricke ein Rehbock und ein Kitz und im Jahr 2016 ein Wildschwein und ein Rehkitz. Oft ist das Tier dann schon verendet und muss entsorgt werden oder es flüchtet in den Wald. Hier ist der Jäger auf den Hund angewiesen, der an der Unfallstelle die Witterung des Tieres aufnimmt und dem Jäger an der Schweißleine den Weg zeigt.
Schweiß nennt der Jäger das Blut und die Schweißleine ist eine lange Leder-oder Kunststoffleine, die nur für Nachsuchen verwendet wird. Mit Hilfe der Schweißleine, lernt der Hund ein Ritual, welches im Training immer wieder einstudiert wird. Der Hund verinnerlicht: jetzt muss ich mich stark konzentrieren und dem Jäger möglichst jeden Schweißtropfen, jedes Wundbett (so nennt der Jäger eine Stelle, an der sich das verletzte Tier hingelegt hat), zeigen. Der Jäger weiß so, dass er auf der richtigen Fährte ist, denn ständig kreuzen Fährten von gesundem Wild die Wundfährte. Häufig ist nur der Hund in der Lage diese von einander zu unterscheiden. Hat der Hund das Stück Wild gefunden kann der Jäger dem Leiden ein Ende setzen.

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